Pressemitteilung UV-Filter

Liebe Kunden/innen, Des Öfteren werden wir gefragt, warum wir als Schutz gegen lichtbedingte Hautalterung chemische UV-Filter und nicht natürliche Mineral Filter einsetzen. In der Tat meiden wir Mineral Filter wie Titandioxid und Zinkoxid aus drei Gründen: zum einen sind sie nicht sehr effizient, man muss also relativ hohe Mengen einsetzen, die dann wiederum schlechte kosmetische Eigenschaften aufweisen (Weißelungs-Effekt). Hinzu kommt die politische Diskussion über diese Nanopartikel. Das wichtigste Argument ist aber, dass diese Partikel starke Radikalerzeuger sind, und wie Sie wissen, wollen wir gerade dies vermeiden. Um die Radikalerzeugung etwas zu mindern, werden diese Partikel mit einer Schicht eines komplexen Chemikalien-Gemisches überzogen, und damit sind sie letzten Endes alles andere als natürlich.

Die Filter, die wir einsetzen, stammen aus der Positivliste der Kosmetikverordnung, d.h. sie wurden ausdrücklich international für diesen Zweck geprüft, freigegeben und empfohlen, und sie gehören mit Sicherheit zu den am besten untersuchten Substanzen, die es weltweit gibt. Dennoch gibt es mitunter von selbsternannten Autoritäten, die sich an irgendeiner Nebenwirkung festgebissen haben, Hinweise auf Gefahren, die von diesen Filtern ausgehen könnten. So wird z.B. der Filter Octocrylene, den wir zusammen mit anderen Filtern in unseren Gesichtspflegeprodukten einsetzen, verdächtigt, als endokriner Disruptor zu dienen, also hormonale Wirkungen aufzuweisen. Es gibt darüber bis heute keine ernstzunehmenden Studien, die so eine Nebenwirkung nahelegen. Ganz im Gegenteil, wurde bei der Sicherheitsbewertung von Octocrylene diese potenzielle Nebenwirkung von vielen toxikologischen Laboratorien ausführlich getestet mit negativem Ergebnis. Wer sich dafür interessiert, darf diese Studien gerne selbst durchlesen, wir haben sie unten verlinkt und die wichtigsten Passagen gelb gekennzeichnet.


Sie werden jetzt vielleicht sagen: „Papier ist geduldig, und die eine Studie sagt dies und die andere Studie sagt das Gegenteil".


Deshalb hier das schlagkräftigste Argument, das mit Studien gar nichts zu tun hat:

Die UV-Filter, die wir in unseren Rezepturen einsetzen, sind im Verbund mit unseren emulgatorfreien LMS-Rezepturen überhaupt nicht in der Lage, aus der oberen Hornschicht in tiefere Bereiche der Epidermis einzudringen, sie bleiben aufgrund ihrer Lipophilie in der Hornschicht stecken. Deshalb können diese Filter keinesfalls die Dermis, also durchblutete Bereiche erreichen. Damit ist eine hormonale oder auch jede andere Nebenwirkung ausgeschlossen.


SC: Stratum Corneum


Lassen Sie sich also nicht von halbwissenden Wichtigtuern verunsichern. Das Einzige, was die UV-Filter in unseren Rezeptoren bewirken, ist der Schutz vor lichtbedingter Hautalterung und Erythemen und zwar in dieser Reihenfolge.



Dr. E. Voss


Review of the safety of octocrylene used as an ultraviolet filer in cosmetics

Octocrilene - Registration Dossier ECHA


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